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Wie Du Deine Kreativzeit erfolgreich planst und in Deinen Alltag integrierst

Du möchtest Dir Zeit nehmen, wieder kreativ zu sein.

Fantastisch!

Stell‘ Dir hier gerne vor, wie ich mit einer bunten Tröte neben Dir stehe und Konfetti werfe. Ich freue mich riesig, dass Du diesen Entschluss gefasst hast! Ab heute bin ich Dein größter Fan und leidenschaftlichster Cheerleader.

Aber weil Motivation alleine ganz oft nicht ausreicht, lass‘ uns mal über Umsetzung sprechen. Über Planung. Über Struktur.

Ihhh, wie un-künstlerhaft von Dir, Judith!

Denkste. Wir glauben so oft, dass Kreativität nur spontan und aus dem Chaos entstehen kann. Aber was glaubst Du, wann Du Dich das erste Mal wirklich mit Pinsel und Farben hinsetzt, wenn Du Dich auf ein spontan entstehendes komplett freies Zeitfenster in Deinem Alltag verlässt? Sehe ich Dich bei der Vorstellung ertappt grinsen?

Siehst Du. Also, lass‘ uns planen. Es tut gar nicht weh, versprochen.

Das WANN: Zeitfenster finden

Am Anfang Deiner Planung steht natürlich die Frage, WANN Du Zeit hast, Dich kreativ auszutoben.

Vielleicht sagst Du spontan: „Gar nicht.“

Das glaube ich Dir aber nicht. Wenn Du Dir da ganz sicher wärst, hätte es auch keinen Sinn gehabt, überhaupt diesen Vorsatz zu fassen, richtig?

Das Zauberwort heißt, wie so oft: Prioritäten setzen. Und: Delegieren. Vielleicht kann die Wäsche oder die neue Folge deiner Lieblingsserie noch ein paar Tage warten. Dein Partner kocht zur Abwechslung mal, oder Ihr gönnt Euch Curry vom Lieferservice. Wenn das Wetter gut ist, kannst Du vielleicht Deinen Mann mit der Kleinen ein, zwei Stündchen allein auf den Spielplatz schicken?

Für Nachteulen oder begeisterte Frühaufsteher können sich auch Zeiträume anbieten, in denen der Rest der Familie selig schlummert. Ich selbst bin von Natur aus kein Morgenmensch, habe aber in sehr hektischen Zeiten schon einige Male den Wecker eine Stunde früher gestellt, um an einem Herzensprojekt zu arbeiten. Mit starkem Kaffee bewaffnet war ich ziemlich beeindruckt, was ich in der friedlichen Stille vor der Morgendämmerung schaffte!

Egal wie: Schaff‘ Dir ein Zeitfenster. Idealerweise mindestens eine Stunde, vor allem, wenn es das erste Mal ist, dass Du Dir Kreativzeit nimmst. (Später, wenn Du an einem bestehenden Projekt weiterbasteln möchtest, reicht oft auch ein kürzerer Zeitraum.)

Sprich dabei mit den beteiligten Personen und erkläre, weshalb Dir diese Zeit wichtig ist. Ich bin mir sicher, dass Dein Partner und Deine Familie Dich gerne unterstützen!

Das WAS: Vorbereitung siegt!

Okay, Dein Zeitfenster steht, Dein Kalender ist geblockt, beteiligte Familienmitglieder sind informiert. Du weißt: Du wirst Zeit haben, am Sonntagnachmittag zwischen 15 und 16:30 Uhr.

Damit Du am Sonntag um 15 Uhr nicht wie der Ochs vorm Berge in der leeren Wohnung stehst und vor lauter Ratlosigkeit am Ende doch die Wäsche bügelst, solltest Du Dich vorab mit der Frage beschäftigen, WAS Du in Deiner Kreativzeit gern machen möchtest. Malen? Basteln? Häkeln?

Am besten suchst Du Dir im Vorfeld ein ganz konkretes Projekt aus. Anleitungen findest Du in Bastelbüchern, bei Pinterest, auf Youtube und natürlich hier bei der Ideenstunde 😉 Wähle ein Projekt, auf das Du wirklich Lust hast und das einfach umzusetzen ist. Steigern kannst Du Dich später immer noch – am Anfang sind Erfolgserlebnisse besonders wichtig!

Brauchst Du noch etwas für Dein Projekt? Viele DIY-Ideen kannst Du mit Materialien umsetzen, die Du ohnehin zu Hause hast. Vielleicht hast Du auch ein Set Acrylfarben, das Du schon seit Ewigkeiten vom Staub befreien wolltest. Trage am besten schon vorher alles zusammen, was Du brauchst. Und wenn noch etwas fehlt: Kaufe die Materialien unbedingt im Vorfeld! Einkäufe kannst Du auch mit Kind im Schlepptau oder in der Mittagspause erledigen, wenn Dein Büro ohnehin in der Innenstadt liegt. Dafür sollte Deine kostbare reservierte Zeit nicht draufgehen – und am Sonntag haben die Läden sowieso geschlossen!

Das WO: Raum schaffen

Zuletzt noch ein Punkt, der gerne vergessen wird: WO willst Du deine Kreativ-Session abhalten? In der Regel natürlich zu Hause – es sei denn, Dein Projekt ist ein Fotowalk durch den Park – aber hier lohnt es sich, genauer zu werden. So kannst Du Deine Kreativzeit wirklich optimal vorbereiten und direkt loslegen, wenn am Sonntag die Wohnungstür hinter Deinem Partner und dem Kleinkind zugefallen ist.

Vielleicht gibt es einen Schreibtisch, den Du benutzen kannst – den kannst Du sogar im Vorfeld schon freiräumen und Deine Materialien bereitstellen. Wenn Du am Esstisch arbeitest, geht das oft nicht so einfach, aber auch in diesem Fall kannst Du das Material schon in der Nähe bereit halten. Wenn Du zwischendurch etwas trocknen lassen musst, etwas mit Lack besprühen willst, oder eine Leinwand im Jackson-Pollock-Stil bespritzen möchtest, lohnt es sich ebenfalls, vorher zu überlegen, wo in Deinem Zuhause das am besten geht. (Mit Lacken etc. bitte immer ans offene Fenster oder noch besser raus auf den Balkon!)

Wenn Du Dir ein Projekt ausgesucht hast, das nicht in einer Session fertig werden wird, überlege auch schon, wo Du es gut zwischenlagern kannst, ohne dass neugierige Haustiere oder Kinderhände Zugriff darauf haben.

Wenn Du alle diese Punkte bedacht und „bearbeitet“ hast, bist Du perfekt auf Deine Kreativzeit vorbereitet.

Du hast Dir durch die sehr konkrete Vorbereitung den Druck genommen, „auf Kommando“ kreativ sein zu müssen. Du weißt schon, was Du machen möchtest und freust Dich vielleicht schon die ganze Woche darauf, Dein Projekt endlich in Angriff nehmen zu können. Also los – und viel Spaß!

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