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Swatching: Farb- und Schriftproben für Dein Art Journal

Hast Du schon einmal den Begriff „Color Swatches“ gehört?

Wortwörtlich könnte man ihn mit „Farbmuster“ oder „Farbprobe“ übersetzen. Wenn Du jetzt an diese bunten Papierstreifen denkst, die Du im Baumarkt als Muster für die Wandfarbe mitnehmen kannst (…oder als Collagematerial fürs Art Journal *hust*…), dann liegst Du genau richtig.

Aber heute soll es darum gehen, Deine eigenen Farbproben (oder auch Schriftproben) zu erstellen.

Wofür ist das gut?

Es gibt verschiedene Gründe fürs Color Swatching in Deinem Art Journal. Hier sind einige der häufigsten Gründe, aus denen ich zu dieser Methode greife:

Den Überblick über Materialien gewinnen

Vielleicht hast Du beschlossen, Deine Utensilien neu zu organisieren oder ein wenig auszumisten. In dem Fall empfehle ich immer, Farbproben zu machen. Erstens gewinnst Du so einen guten Überblick, was Du eigentlich alles an Markern, Acrylfarbe oder Brush Pens zur Verfügung hast (und auch, wovon Du vielleicht doppelt und dreifach hast!). Zweitens fällt dabei sofort auf, wenn ein Stift nicht mehr richtig funktioniert und Du kannst ihn (falls er sich nicht mehr retten lässt) direkt entsorgen.

Im Bild unten wollte ich vergleichen, wie meine liebsten Schreibutensilien sich eigentlich unterscheiden – dabei ist mir dann auch klar geworden, dass meine Feder wohl endgültig das Zeitliche gesegnet hat…

Neues Papier testen

Du hast ein neues Art Journal und weißt noch nicht, wie das Papier auf Farbe und Wasser reagiert – dann ist eine Seite mit Swatches genau das Richtige, um es auszuprobieren. Vor allem bei Aquarellfarben hängt es sehr stark vom Papier ab, wie das Gemalte nach dem Trocknen wirkt. Mache hier am besten Farbtests mit unterschiedlichen Wassermengen und beobachte, was passiert, wenn das Papier trocknet.

Swatching kann auch ein schöner Weg sein, um ein neues Art Journal einzuweihen. Wenn Du unsicher bist, was Du mit der berüchtigten ersten Seite machen möchtest, sind die Farbfelder ein guter Einstieg, um die Angst vor dem leeren Journal zu überwinden. Noch dazu sehen sie einfach hübsch aus!

Ein kreatives Tief überwinden

Du fühlst Dich absolut, komplett, vollkommen unkreativ – aber Du hast Dir extra Zeit für Dein Art Journal genommen und jetzt möchtest Du auch etwas tun. Nur was?

Erstmal: Fantastisch, dass Du trotz des Kreativ-Tiefs (… haha…) am Schreibtisch sitzt. So gibst Du Deiner Kreativität nämlich überhaupt erst die Chance, wieder loszufließen. Eine „unkreative“ Tätigkeit wie Swatching ist dafür überraschend gut geeignet.

In dieser Situation würde ich empfehlen, ganz intuitiv zu den Materialien zu greifen, die Dich gerade am meisten anlachen – ob das jetzt Buntstifte, Acrylfarben oder Stempelkissen sind. Teste, wie sie sich verhalten, wenn Du sie mit Wasser mischt (bei den Stempelkissen würde ich das nicht empfehlen, aber wenn Du unbedingt willst, go for it) oder miteinander kombinierst. Kann der Buntstift auf trockener Acrylfarbe schreiben? Ist die Acrylfarbe deckend über den Buntstiften? Kann man eventuell in noch feuchter Acrylfarbe interessante Effekte mit dem Stift erzielen?

Setze Dir kein Ziel für diese Seite. Probiere einfach ein bisschen herum und schau, wohin Dich die Reise führt. Vielleicht kommen Dir dabei ganz neue Ideen. Und wenn nicht, hast Du trotzdem Zeit mit Deinem Art Journal verbracht und einige Deiner Kunst-Materialien auf eine neue Art und Weise entdecken können.

Diese Seite ist letztens aus einem unkreativen Moment heraus entstanden und gefällt mir richtig gut:

Wenn Du eine dieser Swatching-Ideen ausprobierst, freue ich mich übrigens sehr, wenn Du in den Kommentaren davon erzählst!

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