Drei wirklich sinnvolle Neujahrsvorsätze für Deine Kreativität

Neues Jahr, neues Glück. Endlich wirst Du durchstarten. Dieses Jahr wirst Du mindestens drei Pullover stricken, ein Bullet Journal mit perfektem Handlettering führen und jeden Tag malen. Du wirst so kreativ sein wie nie zuvor in Deinem Leben. Damit Du dafür auch Zeit hast, wirst Du ab sofort morgens um vier Uhr dreißig aufstehen. Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Klingt stressig?

Finde ich auch.

Aber auch wenn ich natürlich ein wenig übertrieben habe: So oder ähnlich stellen wir uns am 1. Januar oft das kommende Jahr vor. ENDLICH setzen wir all die kreativen Projekte um, die wir schon so lange planen. Vor unserem geistigen Auge wird unser ganzes Leben zum inspirierenden Instagram-Feed, voll wunderschönem Lettering und eleganter Inneneinrichtung mit stilvollen DIY-Elementen. Der Frust, wenn die Realität sich weigert, gar so fotogen zu werden, ist natürlich vorprogrammiert.

Andererseits bin ich durchaus der Meinung, dass Du das „Neustart-Gefühl“, das sich Anfang Januar einstellt, für Deine Kreativität nutzen kannst. Es kommt aber darauf an, sich Dinge vorzunehmen, die umsetzbar und sinnvoll sind. Meine Top 3 findest Du hier.

Ein Skizzenheft oder -buch ist eigentlich ein Muss für jede kreative Person, und trotzdem wäre ich lange Zeit nicht im Traum auf die Idee gekommen, dass das etwas für mich sein könnte. Das liegt hauptsächlich an dem Begriff „Skizzenbuch“. Ich denke dabei an elegante Bleistift- und Aquarellskizzen, und an einen Maler in altertümlicher Kleidung, der auf einem Felsen sitzt und mit dem Stift zügig und souverän die umliegende Landschaft auf dem Papier festhält, um später an der Staffelei ein edles Ölgemälde daraus zu erschaffen.

Ich dagegen sitze selten auf einem Felsen in der unberührten Natur und skizziere vor mich hin. Deutlich häufiger kritzele ich mit einer Hand Ideen und kleine Zeichnungen aufs Papier, während ich mit der anderen meinem Baby die Rassel wieder vom Boden aufhebe oder eilig lauwarmen Kaffee schlürfe. Das Wort „Skizzenbuch“ gibt mir das Gefühl, dass das so nicht ausreichend oder angemessen künstlerisch ist und setzt mich unter Druck.

Wenn es Dir ähnlich geht, kann ich Dir das „Schnipselbuch“ als Alternative wärmstens empfehlen. Es ist im Prinzip das Gleiche, nur ohne den Anspruch, besonders künstlerisch wertvoll sein zu müssen.

Ein „Schnipselbuch“ kann zum Beispiel ein einfaches Notizheft, ein Ordner oder ein elegantes Moleskine-Journal sein. Hinein gehört alles, was Dir einfällt. Du kannst Deine Tage dokumentieren, einem Youtube-Tutorial folgend kleine Kakteen zeichnen, neue Stifte ausprobieren, Papierstücke aufheben, die Dir gefallen, Handlettering üben, Muster kritzeln und so weiter. Am besten trägst Du es so oft bei Dir wie möglich. Je mehr Du es benutzt, umso mehr wirst Du merken, wie Deine Kreativität wieder anfängt zu fließen.

Ich wiederhole mich hier recht häufig: Art Journaling ist meiner Meinung nach der beste Weg zurück zu Deiner Kreativität. Es ist ein freier und offener Ansatz, der Dir kaum etwas vorschreibt und Dir alle Möglichkeiten lässt, Deinen eigenen Stil zu entdecken. Mit welchen Farben und Stiften Du experimentieren willst, ob Du eher viel oder wenig Geschriebenes integrieren möchtest, worüber Du schreibst… all das bleibt vollkommen Dir überlassen.

Dadurch, dass Du in einem Buch (Notizbuch, Heft, selbst gebundenes Büchlein, etc.) arbeitest und nicht auf Papier oder gar Leinwand, ist es auch egal, wenn etwas nicht so gelingt, wie Du es Dir vorgestellt hast. Du blätterst einfach um! Auch alte Seiten zu übermalen oder herauszutrennen, zu zerschneiden und vielleicht als Collage neu zu verwenden, ist erlaubt. Es gibt keinen Anspruch an Perfektion.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Du Dich nicht künstlerisch weiterentwickeln sollst oder kannst. Wenn Du regelmäßig in Deinem Art Journal arbeitest, wirst Du sehr viel lernen und Dein persönlicher Stil wird sich immer mehr herauskristallisieren.

art journal ideen und infos

Art Journaling interessiert Dich, aber Du suchst noch den richtigen Einstieg? Die vielen Möglichkeiten überfordern Dich ein wenig?


Hol Dir jetzt mein kostenfreies Art Journaling Starter-Paket. Alles, was Du für den Anfang wissen musst in einem praktischen PDF - und dazu regelmäßige Inspiration und Bonus-Inhalte in der Ideenpost!


Es klingt nicht besonders nach kreativem Flow, ist aber das Beste, was Du für Deine Kreativität tun kannst: Organisieren und fest einplanen. Und zwar ganz konkret. „Mach ich am Wochenende“ reicht in der Regel nicht. Zwischen Samstagseinkauf, Sonntagsputz, Unternehmungen und Kinderbespaßung ist das Wochenende ganz schnell wieder vorbei – und irgendwie bist Du doch wieder nicht dazu gekommen.

Sei konkreter. Wenn beispielsweise Dein Kind am Sonntagnachmittag gerne auf den Spielplatz möchte, kann dann um 15 Uhr Dein Mann mit dem Kind eine Stunde dorthin gehen? Klasse – dann plane Deine Kreativzeit für Sonntag, 15 bis 16 Uhr. Lass Dich nicht verleiten, in der Zeit „nur mal schnell“ noch die Spülmaschine auszuräumen oder Deine E-Mails zu checken! Am besten bereitest Du auch, so weit möglich, schon alles vor, damit Du um 15 Uhr direkt loslegen kannst. Lies dazu auch folgenden Artikel: Wie Du erfolgreich Deine Kreativzeit planst.

Und falls Du noch mehr Ideen brauchst, was Du dann mit der erfolgreich geplanten Kreativzeit anfangen könntest, schau gerne noch hier vorbei: 8 kreative Hobbys, die Du ausprobieren solltest!

Was nimmst Du Dir für Dich und Deine Kreativität im kommenden Jahr vor?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.