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5 Must-Haves für Dein Art Journal

Warst Du in letzter Zeit mal in einem Kreativ-Markt?

Ich fühle mich dort jedes Mal wie ein kleines Kind im Süßwarenladen. Am liebsten möchte ich ALLES haben! Oder gleich dort einziehen. Das wäre der Traum.

Das Gefühl kennst Du? Hab ich mir gedacht!

Aber dann kennst Du vielleicht auch das weniger schöne Gefühl, wenn sich zu Hause unbenutzte Materialien ansammeln, bei denen Du einfach nicht sicher bist, wie Du sie verwenden sollst. Entweder kennst Du Dich damit nicht aus oder es passt doch nicht so recht zu Dir und Deinem Stil. Das sorgt für Frust und volle Schränke.

Weniger ist mehr: Die absoluten Basics für Dein Art Journal

Gerade, wenn Du neu bist im Art Journaling, solltest Du also besser nicht gleich den ganzen Kreativmarkt aufkaufen. Es lohnt sich, erst einmal mit einer Grundausstattung anzufangen und diese dann Schritt für Schritt zu erweitern.

Heute möchte ich Dir daher meine persönlichen Must-Haves fürs Art Journaling vorstellen. Wenn Du diese Dinge zu Hause hast, kannst Du schon eine Vielzahl verschiedener Spreads kreieren und unterschiedliche Techniken ausprobieren.

1) Ein Journal, das Dich anspricht

Logisch, oder? Fürs Art Journaling brauchst Du ein Art Journal. Da gibt es natürlich eine riesige Auswahl an Größen, Formaten, Papierqualitäten…

Am wichtigsten ist hierbei wirklich, dass DICH persönlich das Journal anspricht und Du Lust hast, darin zu arbeiten. Wie Du das perfekte Art Journal für Dich findest, darüber habe ich HIER geschrieben.

Drei klassische Favoriten für den Anfang:

Aquarell-Notizbuch A5*

Aquarell-Notizbücher im Hochformat zu finden, ist gar nicht so einfach. Da greife ich dann meist auf Online-Bestellungen zurück.

Großer Pluspunkt: Dickes Papier, das Du nicht extra vorbehandeln musst.

Moleskine Skizzenbuch quadratisch*

Mittelstarkes Papier, für Acryl/Aquarell muss es vorbehandelt werden.

Ich liebe das quadratische Format!

Moleskine A5 (blanko)*

Der Klassiker unter den Notizbüchern, das Papier ist eher dünn, dafür kann man das Notizbuch problemlos ganz flach aufklappen.

2) Gesso

Wenn Du ganz neu in der Art Journaling-Welt bist, wird Dir Gesso möglicherweise nichts sagen. Ich hatte vorher auch noch nie davon gehört. Trotzdem gehört Gesso mittlerweile zu meinen absoluten Must-Haves, weil ich viel mit Acrylfarben arbeite.

Es handelt sich dabei einfach um eine (Acryl-)Grundierung, mit der Du Deine Spreads vorbereiten kannst. Gesso verhindert, dass sich beim anschließenden Malen das Papier wellt, es reißt oder sich die Farbe auf der Rückseite durchdrückt. Das ist besonders wichtig, wenn das Papier in Deinem Art Journal nicht explizit für die Arbeit mit viel Farbe gedacht ist. Wenn Du beispielsweise in einem alten Buch arbeitest, wirst Du ohne Gesso schnell ziemlich frustriert sein.

Dazu kommt, dass Du mit Gesso auch spannende gestalterische Effekte erzielen kannst. Eine dünne Schicht weißen Gessos über buntem, wild bemaltem oder beschriebenem Papier „beruhigt“ den Spread beispielsweise optisch. Je nachdem wie Du den Gesso aufträgst, kannst Du auch interessante Struktur-Effekte erzielen.

Gesso gibt es in weiß, schwarz und durchsichtig. Ich verwende am häufigsten den unten gezeigten weißen Gesso, mag aber auch den schwarzen sehr – auf schwarzem Untergrund arbeitet es sich noch einmal ganz anders und dieser Gesso ist wirklich absolut deckend.

3) Farben Deiner Wahl

Fürs Art Journaling eignen sich nach meiner Erfahrung Acrylfarben besonders gut. Du bekommst hier auch recht preiswerte Sets zum Ausprobieren. Längerfristig würde ich aber empfehlen, hier schon ein wenig auf die Qualität zu achten, weil es deutliche Unterschiede in der Konsistenz und Deckkraft der Farben gibt. Mit „besseren“ Farben macht es einfach noch einmal deutlich mehr Spaß!

Gouache ist eine Art „Mittelding“ zwischen Acryl- und Aquarellfarbe. Ich habe selbst noch relativ wenig Erfahrung mit Gouache-Farben, finde sie aber für Art Journaling – und allgemein Mixed Media-Ansätze – ebenfalls sehr spannend.

Aquarellfarben sind ein wenig spezieller: Sie verhalten sich vollkommen anders als Acrylfarbe, sind anspruchsvoller, was das Papier angeht und müssen natürlich auch ganz anders verarbeitet werden. Im Art Journal finde ich persönlich das oft eher schwierig, weil meine Journals auch in Bezug auf die Papierqualität meist nicht so gut für Aquarellfarbe geeignet sind. Gute Aquarellfarben (z.B. von Schmincke) sind auch relativ teuer.

Für den Anfang würde ich daher eher Acrylfarbe empfehlen – nichtsdestotrotz ist Aquarell ein wirklich spannendes Medium, in das wir hier bei der Ideenstunde sicher auch noch tiefer eintauchen werden!

4) Ein Brushpen in schwarz

Ein Brushpen sollte im Art Journaling-Arsenal auf keinen Fall fehlen! Ein Wort oder kurzer Satz mit dem Brushpen geschrieben verleiht einem Spread oft das entscheidende i-Tüpfelchen. Bei der Auswahl finde ich es schwierig, eine allgemeine Empfehlung abzugeben – Du wirst sicherlich über kurz oder lang Deine eigenen Präferenzen entwickeln! Allgemein gilt: Je weicher die Spitze, desto weniger Kontrolle hast Du über den Stift. Für den Anfang würde ich daher zu einer etwas härteren Spitze tendieren, wie beim Fudenosuke hard tip.

Tombow Fudenosuke hard & soft tip*

Gut für Brushpen-Einsteiger, man hat relativ viel Kontrolle über die Spitze.

Tombow Dual Brush Pen*

Der absolute Klassiker unter den Brushpens. Gutes Papier ist wichtig, sonst franst die Spitze aus!

Kuretake Sumi*

Weiche Spitze und nachfüllbare Tinte, schwer kontrollierbar, macht aber viel Spaß!

5) Gelstifte und Fineliner in schwarz und weiß

Wenn es mal etwas mehr Text sein soll, greifst Du am besten auf Gelstifte oder Fineliner zurück. Zum absoluten Must-Have-Arsenal gehören für mich die Farben schwarz und weiß. Wichtig ist im Art Journaling-Kontext vor allem, dass die Stifte auch über Acrylfarbe und auf dunkleren Untergründen gut schreiben können. Einige meiner Favoriten habe ich Dir hier verlinkt:

So, und jetzt bist Du dran: Welche Utensilien dürfen für Dein Art Journal nicht fehlen? Was habe ich vergessen? Schreib es mir in den Kommentaren!

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