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Meditatives Malen: Was es ist, wie es funktioniert und warum es so gut tut

Heute will ich mit Dir über etwas reden, das auf den ersten Blick nichts mit Malen oder Kreativität zu tun hat:

Meditation.

Im Zuge des „Achtsamkeitstrends“ ist auch das Meditieren in den letzten Jahren immer bekannter geworden. Schon lange ist Meditieren nicht mehr „irgendwas Esoterisches“. Wir wissen, dass Meditation sehr gut tut. Dass es wertvoll ist, zu lernen, sich zu entspannen und aus dem Gedankenkarussell zumindest zwischenzeitlich auszusteigen.

Und vielleicht hast Du es tatsächlich auch schon ausprobiert – nur, um festzustellen, dass es alles andere als einfach ist, ein paar Minuten still dazusitzen und nur zu atmen.

Ich persönlich versuche mich immer und immer wieder am Meditieren. Gerade jetzt in der Schwangerschaft bemühe ich mich wirklich darum. Aber mein Kopf hat eindeutig zu viele Hummeln im Hintern, sozusagen. In den seltensten Fällen kann ich mich zehn bis zwanzig Minuten auf die Meditation konzentrieren. Gedanken wie Wolken vorbeiziehen lassen? Puh. Viel häufiger ziehen mich – auch nach wochenlangem Üben – die Gedanken immer wieder aus der Meditation.

Dir geht es ähnlich? Erstmal: Willkommen im Club. Du bist definitiv nicht alleine.

Zum Glück gibt es ja für uns „Hummelköpfe“ auch noch Alternativen zum klassischen Meditieren. Yoga zum Beispiel.

Oder eben Meditatives Malen!

Was ist Meditatives Malen?

Meditatives Malen meint nicht ganz das gleiche wie Intuitives Malen, auch wenn es durchaus Überschneidungen gibt. Beim Meditativen Malen geht es aber noch mehr um den Prozess, also die Entspannung während des Malens.  Was Du malst, ist vollkommen zweitrangig. Es muss auch gar kein fertiges Bild dabei entstehen.

Hauptsächlich geht es also darum, Deine Gedanken ein wenig zur Ruhe kommen zu lassen. Das funktioniert am besten, wenn Du ohne Ablenkung malst. Also am besten für die Zeit das Handy auf lautlos stellen. Auch wenn ich sonst gerne Serien gucke, während ich mich mit meinem Art Journal beschäftige: In dem Fall sollten der Fernseher und der Laptop ausgeschaltet bleiben. Wenn Du magst, spricht aber nichts dagegen, ruhige Musik im Hintergrund laufen zu lassen.

Was brauchst Du fürs Meditative Malen?

Es gibt hier keine Vorschriften, welche Materialien oder Techniken besonders gut geeignet sind. Am besten nutzt Du die Malutensilien, mit denen Du am meisten vertraut bist. So musst Du nicht viel nachdenken und kannst besser abschalten. Zusätzlich solltest Du darauf achten, dass es möglichst keine sehr langwierigen Trocknungsprozesse gibt – Ölfarbe wäre also vielleicht nicht die erste Wahl.

Persönlich finde ich Bunt- und Filzstifte sehr gut geeignet, ich kenne aber auch Künstlerinnen, die zum Beispiel mit Aquarell wunderbar meditativ arbeiten. Nimm die Farben oder Stifte, die Dich ansprechen und bei deren Handhabung Du Dich routiniert und sicher fühlst.

Was male ich denn nun?

Die bekannteste Form des meditativen Malens sind sicherlich Mandalas.

Bestimmt hast Du als Kind auch Mandalas ausgemalt – oder vielleicht sogar selbst gestaltet? Möglicherweise ist Dir damals auch schon aufgefallen, wie entspannend das sein kann. Es müssen aber natürlich keine klassischen Mandalas sein!

Wenn Du beim Ausmalen bleiben möchtest, könntest Du es zum Beispiel mit Malen nach Zahlen oder auch einem Malbuch versuchen. Dabei musst Du kaum nachdenken und kannst Dich von den vorgegebenen Formen leiten lassen. In diesem Artikel findest Du die schönsten Malbücher für Erwachsene!

malbuch für erwachsene

Alternativ kannst Du natürlich auch selbst Muster malen – alles, was sich irgendwie wiederholt, ist für das Meditative Malen sehr gut geeignet. Also zum Beispiel Zentangles, oder Zufallsformen, die Du mit Mustern füllst. Dafür zeichnest Du zuerst (am besten mit geschlossenen Augen und Deiner nicht-dominanten Hand) eine Linie aufs Papier, die sich selbst mehrfach kreuzt und dadurch Formen entstehen lässt. Diese kannst Du anschließend mit Mustern verzieren.

Ein Beispiel dafür siehst Du hier:

Eine weitere Möglichkeit ist es natürlich, Dir selbst einfach Muster auszudenken und damit eine Seite in Deinem Art Journal zu füllen. Die Muster können gegenständlich oder abstrakt sein – hier habe ich zum Beispiel ein „Design“ aus unterschiedlichen Blumen gestaltet:

Fazit: Es gibt keine Regeln – außer: konzentriere Dich auf den Prozess, schalte alles aus, was Dich ablenken könnte und lass Dich treiben. Du wirst sehen: Sogar wir Hummelköpfe können so ganz wunderbar entspannen!

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