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Keine Lust auf Dein Art Journal? 10 1/2 andere Ideen, um Dich kreativ auszutoben

Ich liebe mein Art Journal.

Wirklich.

Warum, brauche ich ja nicht schon wieder zu erklären. (Wenn Du gerade zum ersten Mal hier bist und gerade „Doch, bitte!“ gerufen hast, schau mal hier vorbei!).

Aber trotzdem gibt es so Phasen, da habe ich einfach keine Lust auf mein Art Journal.

Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Ich fühle mich uninspiriert oder habe langsam das Gefühl, meine Spreads sehen alle gleich aus. Irgendwie bin ich in einer Journaling-Routine versumpft, die sich gar nicht mehr so wirklich kreativ anfühlt. Ich finde einfach keine Prompts, die mich wirklich ansprechen. Mein Leben plätschert gerade ganz unaufgeregt dahin und bietet mir wenig emotionale „Angriffsfläche“ für mein Journal.

Was immer der Grund, manchmal bleibt das Journal dann eben ein paar Tage, Wochen oder sogar Monate eher in der Ecke liegen.

Das bedeutet aber nicht, dass ich keine Lust hätte, mich irgendwie kreativ zu beschäftigen! Nur eben nicht auf meine „übliche Art“. Und ab und zu weiß ich dann nicht so recht, was ich stattdessen tun könnte.

Dir geht es manchmal ähnlich? Keine Sorge – mit dem heutigen Artikel werden wir für Abhilfe sorgen.

Ich habe nämlich 10 1/2 Ideen gesammelt, was Du mit Deiner Kreativität noch so anfangen könntest, wenn das Art Journal Dich gerade nicht so anlacht.

1) Eine Art Night besuchen

Art Nights sind eine richtig coole Sache. Ich war jetzt schon ein paar Mal dabei und hatte wirklich sehr viel Spaß. Das Bild links im Foto ist bei einer Art Night entstanden!

Wenn Du gerade etwas lustlos bist, haben Art Nights mehrere Vorteile: Erstens, Du bekommst das Motiv vorgegeben und musst Dir nichts ausdenken. Zweitens, es ist ein ziemlich lustiges, soziales Event – nimm eine Freundin mit, Deine Schwester oder gleich die ganze Mädelsrunde und genießt einfach den Abend! Drittens, es gibt in der Regel (je nach Location) Getränke und vielleicht sogar Essen.

Ok, vielleicht ist Letzteres hauptsächlich für mich ein Pluspunkt, ich esse einfach sehr gerne… aber wer weiß, möglicherweise tickst Du da ja ähnlich!

2) Einen Töpferkurs machen

Töpfern ist eine tolle Abwechslung, weil es eine ganz andere Form der Kreativität ist als das zweidimensionale Arbeiten auf Papier. Wenn Du bei dem Wort „Töpfern“ auch vor allem an die Aschenbecher denkst, die Du als Kind en masse in solchen Kursen produziert hast (dabei waren meine Eltern und alle ihre Freunde Nichtraucher…), dann wird es höchste Zeit, mal zu schauen, was man mit Ton eigentlich noch alles anfangen kann!

3) Keramik bemalen

Wenn das Töpfern an sich nicht so Dein Ding ist, könntest Du es auch mal mit selbst bemalter Keramik versuchen. Es gibt immer mehr Angebote, bei denen Du Deine eigenen Tassen, Teller, Schüsseln etc. gestalten kannst. Du wolltest schon immer Deine eigene Geschirr-Kollektion haben? Na dann nichts wie los!

4) Ein Bastelkit ausprobieren

Wenn Du statt Ton lieber mal mit einem anderen Material arbeiten möchtest, wie wäre es dann zum Beispiel mit Nadel und Faden in sämtlichen Variationen? Makramee? Punchneedle? Stickerei?

Für so ziemlich alles gibt es inzwischen vorgefertigte Bastelkits, die alle Materialien beinhalten, die Du brauchst, um mal zu schnuppern, ob diese Technik etwas für Dich sein könnte. Auf dem Bild siehst Du meinen ersten Gehversuch mit Punchneedle – das wird mal ein Sofakissen!

In diesem Artikel habe ich übrigens ausführlicher über Bastelkits geschrieben. Guck doch mal rein!

5) Eine neue Maltechnik lernen

Du möchtest doch lieber bei Pinsel und Farbe bleiben? Dann schau doch mal, ob Du vielleicht eine neue Maltechnik lernen kannst. Eine gute Anlaufstelle – neben Youtube natürlich – ist hier oft das VHS-Programm. Auf meiner Wunschliste steht derzeit vor allem ein Aquarell-Kurs!

6) Möbel selbst bauen

Lust auf ein größeres Projekt? Vielleicht sogar zusammen mit Deinem Partner? Ein ganzes Möbelstück selbst zu bauen ist natürlich viel Aufwand – aber manchmal die einzige Lösung, um eine bestimmte Zimmerecke genau so zu gestalten, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Für die Wand auf dem Foto hätten wir niemals ein passendes Regal kaufen können, das gleichzeitig unter die Schräge, neben die Balkontür und hinter das Regal passt. Also: Selbst ist die Frau (und der Ehemann)!

Alternativ kannst Du natürlich auch gleich ganze Häuser bauen… wenn Du noch ein Sims-Spiel auf Deinem Rechner findest, könntest Du Dich auch da architektonisch ein wenig austoben. Wenn ich nur in den Häusern wohnen könnte, die ich für meine Sims schon gebaut habe!

7) Ein Zimmer streichen

Wohnung verschönern klingt gut, aber Möbel bauen ist jetzt nicht so Deins? Vielleicht könnte eines eurer Zimmer einen neuen Anstrich vertragen? Auch dabei kann man sich kreativ austoben. Auf dem Bild siehst Du das Kinderzimmer meiner „großen“ Tochter, auf das ich immer noch ziemlich stolz bin!

Die kleinen Wolkenregale sind übrigens auch ein DIY… dazu braucht es nur Holz, Farbe, Leim und eine Stichsäge. Wenn Dir das Regal aus dem vorherigen Beispiel zu viel war, kannst Du natürlich auch mit einem Projekt in dieser Größenordnung anfangen!

8) Eine Fotowand gestalten

Noch etwas weniger Aufwand – mit trotzdem toller Wirkung – ist eine Fotowand. Vielleicht bietet sich ja eine Wand im Wohn- oder Schlafzimmer an? Am schönsten finde ich Wände, die unterschiedliche Rahmengrößen kombinieren und dabei eher „zufällig“ aussehen, also nicht zu ordentlich. Damit die Balance trotzdem stimmt, ein Tipp:

Lege die Fotorahmen vorher auf dem Boden so aus, wie Du sie nachher an der Wand befestigen möchtest. Jetzt kannst Du noch hin und her sortieren, bis Du zufrieden bist. Mache dann ein Foto davon. Nach dieser Vorlage bringst Du sie dann nach und nach an der Wand an.

9) Fotoalben oder Scrapbooks anlegen

Natürlich müssen die Fotos nicht unbedingt an die Wand. Mal ehrlich, wie weit hinkst Du bei Deinen Fotoalben hinterher? Wie viele Fotos versauern immer noch auf Deiner Festplatte, statt es in ein Album geschafft zu haben? Du brauchst Dich nicht schlecht fühlen – es gibt zum Beispiel immer noch kein Fotoalbum von unserem großen Südostasien-Urlaub, und der war vor Corona…

Aber wenn Du gerade Lust auf eine etwas simplere, trotzdem kreative Beschäftigung hast, dann druck Dir mal eine Ladung dieser Fotos aus und klebe sie in ein hübsches Album. Ich habe kurz vor der Geburt von Kind 2 tatsächlich mal mit dem Baby-Album der Großen angefangen… besser spät als nie!

10) Deine Foto-Skills aufpolieren

Falls Dir beim Thema Fotos gerade aufgefallen ist, dass Du Deine Foto-Skills schon immer mal ein wenig verfeinern wolltest, dann wäre doch jetzt ein guter Zeitpunkt dafür. Schnapp Dir Deine Kamera und finde endlich heraus, was dieser Manuelle Modus eigentlich ist und was er alles kann! Es gibt inzwischen auch viele tolle Fotokurse, die Du komplett online absolvieren kannst.

10 1/2) Digital Art ausprobieren

Du hast ein iPad? Dann habe ich hier noch den ultimativen Bonus-Tipp. (Es ist deswegen nur ein halber, weil das iPad leider Voraussetzung ist…)

Versuche Dich doch mal an digitaler Kunst! Die App Procreate ist günstig und unheimlich vielseitig. Es gibt jede Menge Tutorials dafür im Netz, sodass man auch als Anfänger schnell in die App hinein findet. Für mich kann Procreate zwar meine analoge Kunst nicht ersetzen, aber ich liebe es, dass ich in jeder Situation – ob Bahnfahrt oder Wartezimmer – ein komplett ausgerüstetes Atelier quasi direkt bei mir trage!


So, jetzt bist Du dran. Such Dir aus dieser Liste etwas aus und los! Es ist Zeit, Deiner Kreativität ein bisschen Abwechslung zu verschaffen.

Deinem Art Journal gegenüber musst Du übrigens kein schlechtes Gewissen haben – auch das wird langfristig davon profitieren, wenn Du neue Facetten Deiner Kreativität entdeckst und ausprobierst!

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