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Deine innere Künstlerin: Eine Ausrichtungs-Übung zum Jahresbeginn

bild zeigt eine person im grauen pullover, die ein notizbuch und drei pinsel hält :: ausrichtungsübung neujahr innere künstlerin ideenstunde

Achtung: Heute wird es interaktiv! Kennst Du diese geführten Meditationen, die man ab und zu in Seminaren, bei Yoga-Workshops und ähnlichen Events macht?

So etwas Ähnliches habe ich heute mit Dir vor. Aber keine Sorge – Du musst weder spirituell veranlagt sein noch irgendetwas mit Meditation am Hut haben. Du musst lediglich bereit sein, ein bisschen in dich zu gehen. Wir besuchen nämlich heute Deine innere Künstlerin.

DU BRAUCHST: Stift, Papier und eine halbe Stunde ungestörte Zeit.

Warum machen wir das?

Du hast Dir für das neue Jahr vorgenommen, Deiner Kreativität mehr Zeit einzuräumen – in welcher Form auch immer. Du möchtest vielleicht endlich Stricken lernen oder den schönen Aquarellkasten nutzen, der schon seit Jahren in der Ecke verstaubt. Vielleicht hast Du Dich auch von meinen Vorschlägen für kreative Neujahrsvorsätze inspirieren lassen (hurra!).

Damit es Dir mit diesem Vorhaben nicht so geht wie mit den meisten Neujahrsvorsätzen – Du bist zwei Wochen hochmotiviert und dann versickern sie im Alltag – musst Du Dir vollends darüber im Klaren sein, WARUM Du das gern möchtest.

Häufig sind unsere ersten Antworten auf diese Frage eher oberflächlich („Ich hab diesen Makramee-Wandbehang bei Instagram gesehen und fand ihn cool…“). Das ist absolut okay, aber dann könntest Du ihn ja auch irgendwo kaufen, oder? Warum möchtest Du ihn gern selbst machen?

Also musst Du ein wenig tiefer graben, um Dir wirklich klar zu werden, warum Deine Kreativität für Dich so wichtig ist. Dazu stelle ich Dir gleich einige Reflektionsfragen, mit denen Du Dich innerlich für das kommende Jahr ausrichten und wieder Kontakt zu Deiner inneren Künstlerin herstellen kannst.

Nimm Dir Zeit, die Fragen in Ruhe zu beantworten. Koch Dir vielleicht eine Tasse Tee, mach die Tür hinter Dir zu und nimm Dir etwas zum Schreiben. Beantworte die Fragen unbedingt auch schriftlich, das ist viel nachhaltiger, als nur über die Antworten nachzudenken!

Bereit? Los geht’s.

Atme ein paar Mal tief ein und aus. Schließe gerne für einen Moment die Augen und komm ganz bei Dir an. Alles, was Du heute noch erledigen willst, darf jetzt ein wenig warten. Diese Zeit ist nur für Dich.

Atme noch ein wenig ruhig weiter und spüre in Dich hinein. Spüre einfach nur, wie es Dir gerade geht – ohne Wertung und ohne etwas daran ändern zu wollen. Nimm wahr, was Dich beschäftigt, und dann lass die Gedanken sanft los. Du musst sie nicht verscheuchen, Du darfst sie einfach wegtreiben lassen.

Stell Dir vor, dass Deine innere Künstlerin neben Dir im Raum Gestalt annimmt. Vielleicht setzt sie sich zu Dir aufs Sofa oder auf den Schreibtisch. Sie macht es sich bequem und lächelt Dich an. Nimm Dir ruhig ein wenig Zeit, um sie Dir genau vorzustellen.

Sieht sie aus wie Du, nur mit Farbklecksen auf dem Pulli und einem Pinsel hinter dem Ohr? Oder ähnelt sie eher einer Art Zauberwesen, eine Fee vielleicht? Vielleicht ist sie auch ganz jung, ein Kind noch, voller Neugier und Experimentierfreude? Je detailreicher Du sie vor Dir sehen kannst, umso lebendiger wird sie in Deiner Vorstellung.

Bei der Beantwortung der folgenden Fragen kannst Du gern in einen Dialog mit Deiner inneren Künstlerin gehen. Wenn Du Dich traust, sprich ruhig laut mit ihr. Vielleicht bist Du überrascht, wie viel sie zu sagen hat! Notiere Dir Deine bzw. Eure Antworten.

Fragen zur Ausrichtung auf ein kreatives neues Jahr

  1. Wenn Du an Deine Kindheit denkst: Wie hat sich Deine Kreativität ausgedrückt? Hast Du Geschichten erfunden, gemalt, Dir Fantasiewelten ausgedacht…?
  2. Warst Du als Jugendliche und Erwachsene weiter kreativ beschäftigt? Wenn ja, was hast Du gemacht? Wenn nicht, was denkst Du, welche Gründe das hat(te)?
  3. Welche kreativen Tätigkeiten bewunderst Du besonders bei anderen Menschen? Staunst Du eher über perfekt gestrickte Zopfmuster, ein wunderschönes Aquarellbild oder ein stilsicher eingerichtetes Wohnzimmer?
  4. Gibt es kreative Tätigkeiten, bei denen Du überzeugt bist, absolut kein Talent dafür zu haben? Welche sind das? Woher weißt Du, ob das stimmt?
  5. Gibt es kreative Hobbys, die Du immer schon ausprobieren wolltest? Welche?
  6. Wie stellst Du Dir einen Alltag vor, in dem Du regelmäßig kreativ bist? Was machst Du jeden Tag, jede Woche, jeden Monat?
  7. Wie fühlst Du Dich, wenn Du kreativ bist?
  8. Was könnte Dir helfen, Deiner Kreativität mehr Zeit einzuräumen? Brauchst Du eine Partnerin, feste Termine, mehr Selbstvertrauen, einen Kurs zu einem bestimmten Hobby?
  9. Welche eine konkrete Maßnahme kannst Du treffen, damit das kommende Jahr ein gutes Jahr für Dich und Deine innere Künstlerin wird?

Teile Deine wichtigsten Erkenntnisse gerne mit mir in den Kommentaren – ich bin gespannt!

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