Das perfekte Art Journal für Dich

art journal in verschiedenen formaten

Gibt es DAS perfekte Art Journal? Das eine, mit dem absolut jede:r glücklich wird und das Du Dir deshalb schleunigst zulegen solltest?

Du kannst es Dir wahrscheinlich schon denken: Natürlich nicht.

Ehrlich gesagt gibt es wahrscheinlich nicht einmal das eine perfekte Art Journal für Dich. Je nachdem, welche Techniken Du gerade am liebsten verwendest, ob Dich ein bestimmtes Thema beschäftigt oder Du „frei“ arbeitest, ob Du gerade mehr oder weniger Zeit zur Verfügung hast… unterschiedliche Journals werden diese unterschiedlichen Bedürfnisse auch am besten erfüllen.

Also lass uns doch heute folgende Frage beantworten: Welches Journal ist JETZT GERADE das perfekte Art Journal für Dich?

Was eignet sich grundsätzlich als Art Journal?

Ein Art Journal kann sehr viele Formen annehmen. Es kann ein eher klassisches Notiz- oder Tagebuch sein, ein Aquarell- oder Skizzenbuch aus dem Künstlerfachbedarf, ein selbst gebundenes Buch, eine Sammlung loser Blätter in einem schönen Ordner… alles ist erlaubt, womit Du Dich wohl fühlst. Art Journals gibt es in sämtlichen Größen vom Tiny Journal, das nur wenige Zentimeter misst, bis zum großformatigen Skizzenblock in DIN A3. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Papierqualität, Papierfarbe (schon mal über schwarzes Papier als Grundlage nachgedacht?), Art der Bindung und so weiter.

Damit Dich die Auswahl nicht völlig überwältigt, gebe ich Dir im Folgenden einige Entscheidungshilfen an die Hand. So findest Du genau das Art Journal, das jetzt gerade perfekt zu Deinen Bedürfnissen passt.

Größe und Format des Art Journals

Kleine Journals lassen sich schneller füllen und sorgen für schnelle „Erfolgserlebnisse“. Wenn man nur wenig Zeit zwischendurch hat, fühlt sich ein kleines Format oft weniger stressig an. Beliebt sind auch Mini-Formate (die längere Kante ist hier meist kürzer als 10 cm), die sich sehr gut selbst herstellen lassen und für kreative „Quickies“ wunderbar eignen.

Größere Formate lassen Dir mehr Freiraum bei der Gestaltung und Du kannst detailreichere Spreads kreieren. Wenn Du gerne Elemente aus Zeitschriften oder Magazinen integrierst, sollte das Journal ebenfalls nicht zu klein sein, damit sie ausreichend Platz haben und Du außen herum noch gestalten kannst.

Bleibt noch die Entscheidung, ob Hoch- oder Querformat, oder vielleicht quadratische Seitenmaße. Jedes Format fühlt sich ein wenig anders an. Klassisch ist wohl das Hochformat, aber wenn Du Lust hast, ein wenig zu experimentieren, teste ruhig auch mal ein anderes. Oft entstehen schon allein durch das andere Format völlig neue Ideen und Dynamiken in Deinen Spreads.

Wie ist das Journal gebunden?

Bei fertigen Journals hast Du grundsätzlich die Wahl zwischen einer geklebten Bindung oder einer Spiralbindung. Die Spiralbindung hat den Vorteil, dass das Journal komplett flach liegt, wenn Du es öffnest. Bei der Klebebindung ist das häufig nicht der Fall, vor allem nicht auf den ersten und letzten Seiten. Das kann lästig sein – manche Art Journalerinnen stört es mehr, andere weniger.

Auf der anderen Seite hält die Klebebindung normalerweise besser stand, wenn sich das Journal langsam füllt. Die Spiralbindung stößt da oft an ihre Grenzen – es bleibt Farbe dran kleben und das Umblättern wird schwieriger. Ich habe ein quadratisches Journal mit Spiralbindung, das ich sehr geliebt habe, bei dem die letzten Seiten nun aber wohl weiß bleiben werden, weil ich es gar nicht mehr richtig öffnen kann und die Seiten beim Blättern an der Bindung einreißen. Das liegt auch daran, dass ich sehr gerne und häufig mit Acrylfarbe arbeite. Wenn Du eher der Collagen- und Fineliner-Typ bist, dann wird die Spiralbindung wahrscheinlich keine Probleme machen.

Das Papier Deines Art Journals: Worauf Du achten solltest

Es lohnt sich grundsätzlich, auf Papierqualität zu achten. Ich würde mindestens 100-120g/m2 empfehlen (zum Vergleich: normales Druckerpapier hat i.d.R. 80g/m2). Je mehr Du mit (nassen) Farben arbeiten möchtest, desto mehr Wert solltest Du auf gutes Papier legen. Das gilt insbesondere für Aquarellfarben. Mit Gesso kann man zwar auch dünneres Papier sehr gut präparieren und dann z.B. mit Acrylfarbe darauf arbeiten, ohne dass es sich wellt – aber Aquarellfarbe reagiert auf einem Gesso-Untergrund vollkommen anders als auf speziellem Aquarellpapier.

Auch bei der Farbe kann es sich lohnen, zu experimentieren. Ich habe festgestellt, dass ich auf schwarzem oder braunem Papier oft ganz anders arbeite als auf weißem. Wenn Du selbst ein Journal bindest, kannst Du zum Beispiel auch gemustertes oder bedrucktes Papier, alte Buchseiten, Papiertüten und so weiter verwenden.

Selbst hergestellte Art Journals

Selbst gebundene Journals gibt es in zig Variationen. Für die einfachste nähst oder klebst Du einfach ein paar gefaltete Bögen Papier am Mittelfalz zusammen. So kannst Du selbst entscheiden, wie viele Seiten das Journal haben soll. Ganz am Anfang oder für themenspezifische Journals möchtest Du vielleicht eher weniger Seiten haben, und so kannst Du trotzdem das ganze Journal füllen.

Ein Journal selbst zu binden lässt Dir natürlich am meisten kreativen Freiraum. Du kannst das Cover eines hübschen Vintage-Buches verwenden oder einen Umschlag selbst gestalten. Auch in der Auswahl der Seiten bist Du völlig frei. Wer sagt eigentlich, dass alle aus dem gleichen Papier sein oder die gleiche Größe haben müssen? Hier kannst Du Dich richtig austoben.

Für komplette Anfänger empfehle ich aber erst einmal simplere Varianten wie oben beschrieben. Mit der Zeit wirst Du selbst merken, ob Du Lust hast, sehr individuelle Journals selbst zu erstellen oder ob es Dir lieber ist, ein fertiges Journal zu kaufen und direkt loslegen zu können.

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